Bilder 650-Jahre Markneukirchen

14. Tag der Vogtländer in Markneukirchen

(eso)Da kann in Zukunft kommen, was will: Markneukirchen hat als Ausrichter des 14. Tages der Vogtländer Maßstäbe gesetzt. Mit einer Unmenge Ideen und vor allem mit viel Herzblut haben Einwohner, Vereine und Einrichtungen der Stadt sich als würdige Gastgeber erwiesen und sich damit gleichzeitig selbst das schönste Geschenk zum 650. Geburtstag gemacht. Das war auch die einhellige Meinung der rund 18.000 Besucher, die am letzten Sonntag in die Musikstadt gekommen sind. Und jene, die sich an Kleinigkeiten aufräufelten, weil es hier und da vielleicht klemmte, mögen schweigen. Schließlich ist und war niemand perfekt. Ausgenommen das Wetter an diesem Tag.
Wie viele Fotos geschossen, wie viele Meter Film am Sonntagnachmittag beim Festumzug aufgenommen wurden – wer kann das sagen? Eines aber steht fest: Auf jedem Foto, auf jedem Meter Film ist die Begeisterung festgehalten, die entlang der Straßen und Plätzen herrschte. Wie ein riesiger Lindwurm zog sich der Korso an Wagen, Fahrzeugen und Menschen durch die Musikstadt. In 110 liebevoll gestalteten Bildern präsentierte sich das Vogtland – auch und gerade jenen Besuchern, bis mit unserem idyllischen Landstrich bisher vielleicht nur wenig am Hut hatten. Allein 40 eigene Bilder hatte Markneukirchen auf die Beine und Räder gestellt. Mit dem Blasorchester Markneukirchen vorneweg ließen sie die Geschichte der Stadt von Anfängen unter dem Namen Nothaft über den beginnenden Musikinstrumentenbau bis ins Heute Revue passieren. Es war ein farbenprächtiges und lautstarkes Spektakel, ein Vielerlei an Kostümen und Szenen, das sich den Schaulustigen rechts und links der Straße bot: 1450 der erste Lehrer, 1650 Niederlassung von Exilanten aus Graslitz, 1677 Gründung der Geigenmacherinnung, 1710 die ersten Stadtmusikanten, 1834 die erste Musikschule, 1875 Bau der Bahnhofes, 1938 letztes Pechsieden, 1945 Einmarsch der Russen und Amerikaner, 1953 Gründung der Musima, 1989 die politische Wende – das alles kann nur ein klitzekleiner Ausschnitt aus dem Festumzug sein und dennoch vermittelte eindrucksvoll die wechselvolle Geschichte der Stadt. Genauso wie die liebevoll gestalteten Wagen und Bilder der Vereine und Einrichtungen der Stadt. Und die gezeigten Rieseninstrumente Tuba, Gitarre und Violine, die von Meistern der Stadt gefertigt wurden, setzten dem mehr als zweistündigen bunten Treiben das Sahnehäubchen auf. So vielfältig und sehenswert der Festumzug war, so vielfältig und hörenswert war auch das, was auf den drei Bühnen zu erleben war. Künstler und Ensembles aus dem ganzen Vogtland gestalteten ein wahres Mammutprogramm, bei dem jeder Zuschauer auf seine Kosten kam und sich seinen eigenen Erinnerungen hingab. Im Viertelstundentakt präsentierten sich von A wie Adorfer Karnevalsverein bis V wie die vogtländischen Majestäten die komplette Bandbreite an Kultur und Volkskunst der Region.
Wie hatte Markneukirchens Bürgermeister im Vorfeld des Festtages doch angekündigt? „Es wird riesig!“ Wo er Recht hat, da hat er Recht – der Sonntag hat´s gezeigt.

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Fotografen: Albrecht Wunderlich, E. Sommer, Stadtverwaltung Markneukirchen

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