..aus der Ortsgeschichte

ab 1200

um 1200   das Siedlerdorf erhält den Namen des Gründers Albertus Nothaft de Wildenstein - „Nothaft"
1274   nach dem Bau der Kirche lautet der Ortsname „Newenkirchen"
23. April 1360   Bestätigung des Stadtrechtes
1405   erstmalige Erwähnung als „Markt Neukirchen"
     

ab 1600

1606   Breitenfeld unter eigener Rittergutsherrschaft (seit 1418 Rittersitz)
bis 1626   Markneukirchen war wegen der fehlenden Gerichtsbarkeit ein sogenanntes „Amtsstädtchen“, besaß aber Sitz und Stimme im kursächsischen Landtag und gehörte damit zu den schriftsässigen Landständen
 7. November 1626   Kurfürst Johann Georg belehnt die Stadt Markneukirchen mit der Ober- und Niedergerichtsbarkeit
1630-1650   Ansiedlung böhmischer Exulanten im Wohlhausener Ortsteil Friebus
25. Februar 1633   Stadtbrand
1658   Exulanten aus Graslitz (protestantische Glaubensflüchtlinge) als erste Geigenbauer in Markneukirchen urkundlich nachgewiesen
6. März 1677   Gründung der Geigenmacherinnung - Zusammenschluss von 12 Meistern des Geigenbaues
um 1750   Beginn des Bogenbaus
11. April 1777   Gründung der Saitenmacherinnung
1797   schließen sich die Waldhorn- und Pfeifenmacher zur „Musikalischen Blas,- Instrumentenmachergesellschaft“ zusammen
     

1800 - 1899

um 1800   Herstellung erster Gitarren
im 19. Jh.   beginnt der Bau von Zithern und Mandolinen
1828/30   Julius Mosen (1803-1867), der Dichter der Hymne Tirols, arbeitet nach seinem Jurastudium als Assessor in der Stadtverwaltung. An ihn erinnern bis heute der „Poetenwald“ und die Mosenstraße.
1834   Gründung der Musikschule (älteste Musikschule Deutschlands)
22. - 23. April 1840  

2. Stadtbrand - neben den öffentlichen Gebäuden fallen dem Brand 171 Wohnhäuser, 140 Scheunen und 258 Seiten- und Hintergebäude zum Opfer

1842 - 1848   Neubau der St. Nicolaikirche
1843/45   Neubau Rathaus (1852-1902: Gerichtsgebäude)
1847/48   Neubau der Schule (ab 1893: Rathaus)

14. Oktober 1858

  Ministerium des Inneren in Dresden bestimmt, dass aus „Markt Neukirchen" der unverwechselbare Ortsname „Markneukirchen" wird (um Fehlleitungen von Postsendungen zukünftig zu vermeiden)
27. September 1872   Gründung des Gewerbevereins; dieser erwarb sich große Verdienste bei der Förderung des Musikinstrumentenbaues
15. November 1875   Anschluss an das Eisenbahnnetz mit dem Bahnhof „Markneukirchen“ in Siebenbrunn (08. Dezember 2012: Reiseverkehr eingestellt)
1883   Gründung des Gewerbemuseums (heute: Musikinstrumenten-Museum, seit 1942 im „Paulus-Schlössl“ zu finden), durch Paul Apian Bennewitz (heute etwa 3000 Musikinstrumente)
1890/92   Neubau der heutigen Schule (seit 1992 Gymnasium)
1893 - 1916   Agentur (Außenstelle) des US-Konsulats Leipzig zur zolltechnischen Awicklung des Musikinstrumentenexports in die USA
     

1900 - 1988

1900   Militärverein I erbaut „ Bismarcksäule“- erste Bismarcksäule Sachsens
1902   Bau des neuen Amtsgerichtes (seit 1952 Musikschule)
1903/04   Bau des städtischen Krankenhauses am Kirchsteig (2012 abgerissen)
1905 - 1911   Entwicklung der Martin-Trompete (sog. Schalmei) in der Deutschen Signalinstrumentenfabrik Max B. Martin (1932 entsteht dort das Martinshorn)
1909 - 1975   Eisenbahnlinie verläuft mitten durch die Stadt
6. Mai 1945   US-Truppen besetzen die Stadt
1. Juli 1945   sowjetisches Militär übernimmt Westsachsen (inkl. Vogtland), Thüringen und andere Gebiete der späteren DDR
1946 - 1972   Verstaatlichung aller größeren Betriebe mit mehr als zehn Mitarbeitern in der SBZ/DDR (trotzdem behielt Markneukirchen einen höheren Anteil privater Handwerkerbetriebe als die meisten Städte seiner Größe)
1988   Eröffnung Fachschule für kunsthandwerklichen Musikinstrumentenbau (seit 1992 Teil der Westsächsischen Hochschule Zwickau)
     

 ab 1989

7. Oktober 1989   erste stille Proteste gegen das SED-Regime
11. Oktober 1989   Beginn wöchentlicher Demonstrationen im Rahmen der „friedlichen Revolution“
Januar 1994   Eingemeindung von Wohlhausen
1. März 1994   Eingemeindung von Breitenfeld
2. Mai 1994   „Vogtländische Musikinstrumentenfabrik GmbH“ bezieht als erster Betrieb den neuen Gewerbepark
1995   Einweihung der Musikhalle Markneukirchen (900 Plätze)
1996   Erster Traditionsverein Berg e.V. und Stadt Markneukirchen feiern mit dem Landratsamt Vogtlandkreis den „1. Tag der Vogtländer“
1999   Eingemeindung von Landwüst
2007   Eröffnung der neuen Sporthalle
2007   Eröffnung des sanierten Gerber-Hans-Hauses, in dem sich die Tourist-Information und die Museumskasse befinden
24.04.2010   Eröffnung des Historischen Sägewerkes und Ausstellung zur Ortsgeschichte Markneukirchen
2010   Markneukirchen feiert 650 Jahre Markneukirchen und den „14. Tag der Vogtländer“
2014   Auszeichnung als „Kommune des Jahres 2014 in Sachsen“ des Ostdeutschen Sparkassen-Verbandes 
2014   Anerkennung des traditionellen vogtländischen Musikinstrumentenbaus in Markneukirchen und Umgebung als immaterielles Kulturerbe in Deutschland

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